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Aktuelles - News
Hunde beruhigen ADHS-Kinder
Die betroffenen Kinder haben Probleme, sich längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren. Sie wirken häufig fahrig und nervös. ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung wurde in den vergangenen Jahren bei vielen Kindern diagnostiziert. Zur Behandlung von ADHS werden meist Medikamente eingesetzt. Offenbar helfen aber auch einfache Mittel: In der tiergestützten Therapie werden Hunde eingesetzt, um die hyperaktiven Kinder zu beruhigen. Zum einen lernen die Kinder, rücksichtsvoll gegenüber dem Tier zu sein, also zum Beispiel nicht laut zu schreien, zum anderen stellt das Spielen mit dem Tier eine Belohnung dar, die motiviert, unangenehme Aufgaben wie Hausaufgaben oder das Helfen im Haushalt zu erledigen.
Sportverletzungen: Was bringen Kinesio Tapes?
Die einen schwören auf sie, die anderen halten die bunten Bänder für eine bloße Modeerscheinung. Sie einigen Jahren werden im Sport so genannte „Kinesio Tapes“ eingesetzt. Sie sollen Muskel- und Gelenkschmerzen lindern, indem sie die oberste Hautschicht leicht heben. Das soll unter anderem den Blutfluss begünstigen und damit Heilungsprozesse fördern. Auch die Muskelaktivität soll positiv beeinflusst werden. Wissenschaftliche Studien ziehen die Wirksamkeit der überdimensionierten „Pflaster“ allerdings in Zweifel. Es liegt demnach nicht mehr als ein Placebo-Effekt vor. Die etwa fünf Zentimeter breiten Klebebänder verbleiben typischerweise einige Tage bis Wochen auf den zu behandelnden Körperpartien. Es gibt sie in zahlreichen Farben. Häufig wird unterstellt, dass die Farbwirkung das einzige sei, was die Kinesio Tapes zu bieten hätten. In der Tat liegen medizinische Nachweise zur Wirksamkeit der Tapes bis heute nicht vor. Die Kinesiologie zählt zu den Pseudowissenschaftlichen, alternativen Verfahren, die der klassischen Medizin entgegengestellt sind. Mit heftigen Beschwerden sollte man zur Sicherheit einen Allgemeinmediziner aufsuchen, anstelle auf die bunten Bänder zu vertrauen.
Ohne Übelkeit auf Reisen

Osterzeit ist Reisezeit. Mit dem Flugzeug, im Zug oder mit dem Auto geht es in die Ferien. Damit die Vorfreude nicht durch Übelkeit während der Fahrt getrübt wird, verrät Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer GEK, Tipps gegen Reiseübelkeit.

„Wer nüchtern reist, dem wird genauso schnell schlecht wie demjenigen, der zu viel gegessen hat. Empfehlenswert sind kleine, leichte und fettarme Speisen vor und während der Fahrt", erklärt Günther. Zudem helfe es, auf Kaffee, Nikotin und Alkohol zu verzichten. Im Akutfall kommt Hilfe aus der Natur. „Ingwer wirkt beruhigend auf den Magen und hemmt auch eventuellen Brechreiz. Wer nur ab und zu unter einer leichten Übelkeit leidet, dem tun unterwegs Ingwerbonbons und Tee gut. Bei stärkeren Beschwerden können höher dosierte Ingwer-Präparate aus der Apotheke helfen, diese müssen allerdings eine halbe Stunde vor Reisebeginn eingenommen werden", so die Expertin.

Wem während einer Fahrt mal schwummerig wird, dem kann es helfen, sich auf einen weit entfernten Punkt in Fahrtrichtung zu konzentrieren. Günther: „So werden die Sinnesorgane nicht von den schnellen Bildern und der Geschwindigkeit gereizt." Lesen hingegen fördert die Unruhe im Magen eher. „Auf langen Fahrten fallen dem einen oder anderen Mitfahrer auch mal die Augen zu. So ein Nickerchen kann man gut nutzen, um die Fahrzeit zu überbrücken, und mit Übelkeit hat man dann auch weniger Probleme", so Günther. Außerdem seien nicht nur für den Fahrer regelmäßige Pausen wichtig. „Kurze Unterbrechungen sind ideal, um frische Luft zu schnappen und sich nach längerem Sitzen die Beine zu vertreten." Wer diese Tipps nicht nur auf dem Hinweg beachtet, kann die Ferien auch bei der Heimreise entspannt ausklingen lassen. (Barmer/GEK)


Neue Flüssigwaschmittel können Vergiftungsunfälle bei Kindern verursachen – hochkonzentrierte „Liquid Caps“ sind mit Süßigkeiten verwechselbar

Neue attraktiv portionierte Flüssigwaschmittel in Form von sogenannten „Liquid Caps“ können für Kinder ein relevantes Gesundheitsrisiko bergen. Zu diesem Schluss kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nach Auswertung von Vergiftungsunfällen im In- und Ausland und Beratung durch seine Kommission „Bewertung von Vergiftungen“. „Gerade für Kinder sind die bunten, glänzenden, wie große Bonbons aussehende Liquid Caps sehr attraktiv“, sagt BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel. „Um Vergiftungsunfälle zu vermeiden, sollten Eltern immer darauf achten, dass diese Produkte nicht in die Hände von Kindern gelangen können.“ Besonders geöffnete Packungen sind für Kinder anziehend. Das BfR hat den Herstellern empfohlen, die Produkte künftig sicherer zu gestalten. Die Hersteller haben bereits einige Maßnahmen ergriffen.

Liquid Caps sind eine Produktinnovation im Bereich der Waschmittel, auch bekannt als Gel Caps oder Waschmittelkissen. Es handelt sich dabei um hochkonzentrierte Flüssigwaschmittel in einer dünnen Folienummantelung, die sich beim Waschen im Wasser auflöst. Eltern sollten die Packungen nach Gebrauch sofort wieder verschließen, keine Einzelportionen griffbereit auf der Waschmaschine liegen lassen und Nachfüllbehälter nicht in der Reichweite von Kindern aufbewahren. Auch erklärende Gespräche mit Kindern und Betreuungspersonen können helfen, das Vergiftungsrisiko zu vermindern. (BfR)


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