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Aktuelles - News
Sportverletzungen: Was bringen Kinesio Tapes?
Die einen schwören auf sie, die anderen halten die bunten Bänder für eine bloße Modeerscheinung. Sie einigen Jahren werden im Sport so genannte „Kinesio Tapes“ eingesetzt. Sie sollen Muskel- und Gelenkschmerzen lindern, indem sie die oberste Hautschicht leicht heben. Das soll unter anderem den Blutfluss begünstigen und damit Heilungsprozesse fördern. Auch die Muskelaktivität soll positiv beeinflusst werden. Wissenschaftliche Studien ziehen die Wirksamkeit der überdimensionierten „Pflaster“ allerdings in Zweifel. Es liegt demnach nicht mehr als ein Placebo-Effekt vor. Die etwa fünf Zentimeter breiten Klebebänder verbleiben typischerweise einige Tage bis Wochen auf den zu behandelnden Körperpartien. Es gibt sie in zahlreichen Farben. Häufig wird unterstellt, dass die Farbwirkung das einzige sei, was die Kinesio Tapes zu bieten hätten. In der Tat liegen medizinische Nachweise zur Wirksamkeit der Tapes bis heute nicht vor. Die Kinesiologie zählt zu den Pseudowissenschaftlichen, alternativen Verfahren, die der klassischen Medizin entgegengestellt sind. Mit heftigen Beschwerden sollte man zur Sicherheit einen Allgemeinmediziner aufsuchen, anstelle auf die bunten Bänder zu vertrauen.
Künstliche Muskeln mit Selbstheilungskräften
Bereits seit einigen Jahren wird an der Erzeugung künstlicher Muskeln geforscht. Nun sind die Fachleute einen Schritt weiter. US-Wissenschaftlern ist es gelungen, Muskelgewebe im Labor zu erzeugen, das sich bei Verletzungen regeneriert. Allerdings lassen sich die Muskeln noch nicht mit Nervengewebe verbinden, so dass sie auch funktionsfähig werden. Kontrahieren lassen sich die Muskeln aber über elektrische Stimulation und auch an das Gefäßsystem anbinden. In ihren Experimenten nutzten die Wissenschaftler Mäuse. Im ersten Schritt wurden den Tieren so genannte „Myoblasten“ entnommen. So nennt man die Vorläuferzellen von Muskelfasern. Aus ihnen züchteten die Wissenschaftler dann das künstliche Muskelgewebe. Wurde dieses mit Schlangengift verletzt, zeigte sich seine Selbstheilungskraft. Die Muskeln regenerierten nach dem Kontakt mit dem Gift. Anschließend konnten die künstlichen Muskeln sogar erfolgreich in Mäuse verpflanzt werden. Allerdings konnten die Tiere die Muskeln nicht bewegen. Und auch ist es noch nicht gelungen, kräftigere Muskeln, wie sie beim Menschen vorkommen, zu züchten und zu verpflanzen.
Fälschungen des Krebsmedikaments Herceptin® aufgetaucht

Einzelne Packungen des Krebsmedikaments Herceptin® sind gefälscht. Die gefälschten Arzneimittel stellen eine akute Gefährdung der Patienten dar und dürfen nicht angewendet werden. „Falls ein Patient das Medikament Herceptin® wider Erwarten zu Hause hat, sollte er es nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker anwenden. Der Fachmann kann prüfen, ob die jeweilige Packung bzw. Charge wegen Fälschungsverdachts behördlich zurückgerufen wurde“, sagt Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer und Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Bislang ist nicht bekannt geworden, dass auch Fläschchen mit gefälschtem Inhalt an Apotheken ausgeliefert wurde.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) haben darüber informiert, dass gestohlenes bzw. gefälschtes Herceptin® 150 Milligramm zur intravenösen Anwendung in mehreren EU-Staaten in den Handel gebracht wurde. Die betroffenen Chargen des Zytostatikums wurden in italienischen Krankenhäusern gestohlen bzw. gefälscht und von Parallelvertreibern bezogen. Die Ware des Originalanbieters ist nicht von der Fälschung betroffen.

Die gefälschten Herceptin®-Präparate tragen nach bisherigen Erkenntnissen folgende Merkmale:

• Auf den meisten Durchstechflaschen stimmen die dort aufgedruckte Chargennummer und das Verfallsdatum nicht mit denen auf der äußeren Verpackung überein.
• Der Inhalt einiger Fläschchen ist flüssig. Herceptin ist normalerweise ein weißes bis schwach gelbes lyophilisiertes Pulver.
• Gummistopfen, Bördelkappe oder Deckel könnten manipuliert worden sein.
• Die gefälschten Fläschchen sind ursprünglich als italienisches Herceptin 150 mg gekennzeichnet, wurden für den deutschen Markt aber mit deutschsprachigen Etiketten überklebt. (ABDA)


Warum Laufen „schlau“ macht
Ausdauersport hat viele positive Effekte für den Körper. Nicht nur die Muskeln und das Herz-Kreislaufsystem werden gestärkt, auch unsere Denkfähigkeit. Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben herausgefunden, dass Sporttreiben die grauen Zellen sprießen lässt. Umgangssprachlich spricht man von „grauen Zellen“, gemeint ist die graue Substanz im Gehirn. Die Bereiche unseres Zentralnervensystems, die hauptsächlich aus Nervenzellkörpern bestehen, werden so genannt. Im Unterschied hierzu gibt es die weiße Substanz, die vorwiegend aus Nervenfasern zusammengesetzt ist. Die Wissenschaftler aus Bochum haben nun herausgefunden, dass Sportler mehr graue Substanz haben als Sportmuffel. Bei den Sportlern könnte daher die Fähigkeit, Informationen zu verarbeiten, verbessert sein. Die vermehrten grauen Zellen zeigten sich, als man die Sportler im Kernspin untersuchte. Im Vergleich zu Personen, die keinen Sport treiben, war die graue Substanz bei den Sportlern in einer Region, dem so genannten supplementären motorischen Areal stärker ausgeprägt.
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